In Bezug auf räumliche Gegebenheiten bezeichnet der Begriff
Grundriss einen maßstabsgetreuen waagerechten Schnitt mit Blickrichtung nach unten. Historisch kann man Grundriss auch mit „Zeichnung des Bodens“ übersetzen. Um auch die wichtigen Informationen zu inkludieren, zum Beispiel wo sich die Fenster eines Raumes befinden, hat man sich darauf geeinigt, dies nicht auf Höhe des Bodens einer Immobilie darzustellen, sondern entsprechend etwas höher anzusetzen, etwa auf Brusthöhe. In Abgrenzung dazu gibt es noch die Aufsicht. Bei der Aufsicht wird eine Etage einer Immobilie tatsächlich von oben betrachtet und kein waagerechter Schnitt vorgenommen. Dadurch ist in der Aufsicht mehr Inhalt vorhanden. Es stellt sich die Frage, ob dies wirklich nötig ist oder ob ein Grundriss nicht schon genug Informationen enthält. Gerade beim
Immobilienhandel macht eine Aufsicht daher weniger Sinn.
Eine weitere Abgrenzung ist die Schnittzeichnung. Diese sogenannten Schnitte teilen sich auf in Querschnitt oder Längsschnitt. Sie dienen dazu, verdeckte Strukturen im Inneren eines Gebäudes aufzuzeigen. Abgerundet werden die möglichen Zeichnungen noch durch die
Ansichten. Dies sind Zeichnungen von der Fassade einer Immobilie. Am einfachsten zu vergleichen sind sie mit Fotos, da sie im Idealfall miteinander übereinstimmen.
Wie ein Grundriss am Ende aussieht, hängt nicht nur von dem darzustellenden Objekt ab. Auch wird im Zweck unterschieden. Architekten fertigen während der Bau- oder Umbauphase einen sehr detaillierten Grundriss an. Außerdem ist ein Grundriss bei dem Verkauf oder der Vermietung eines
Hauses oder einer
Wohnung ein wunderbares und sehr günstiges Mittel, den Interessenten eine gute Übersicht über die Immobilie zu geben. Die besten Bilder mit einem guten und umfangreichen Text werden erst abgerundet durch eine Übersicht, welche den Interessenten alles miteinander verknüpfen lässt. Das dies nicht einfach ein aus der Bauakte kopierter 100 Jahre alter Grundriss sein sollte, erklärt sich von selbst. Mittlerweile gibt es für diese Übersicht weitere Möglichkeiten, wie
360-Grad-Aufnahmen oder
virtuelle Rundgänge. Diese helfen sehr, die Immobilie erlebbarer zu machen, sollten aber ein
Exposé oder eine Online-Anzeige nur ergänzen.